Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001-2010
Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat für den Zeitraum 2001 -
2010 die Dekade zur Überwindung von Gewalt ausgerufen.
In der ersten Botschaft zur Anti-Gewalt-Dekade heißt es: "Wir müssen aufhören, reine Zuschauer der Gewalt zu sein oder sie lediglich zu beklagen... Wir wollen gemeinsam danach streben, Geist, Logik und Praxis der Gewalt zu überwinden." (1999) Die Vision ist: Zehn Jahr lang setzen sich Kirchen weltweit für Versöhnung ein, zusammen mit anderen Organisationen und Partnern. Mit Projekten zeigen sie, wie Konflikte friedlich gelöst werden können und wie sie etwas dazu beitragen können, dass eine "Kultur der Gewaltlosigkeit" entsteht.
Im Herbst 1999 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz ihre Bereitschaft erklärt, die Umsetzung und Gestaltung der ÖRK-Dekade in der Pfälzischen Landeskirche zu fördern. In seinem Bericht von der Landessynode betonte der Kirchenpräsident im Mai 2002: "Wir brauchen weiter die Diskussion über die Gründe der Gewalt in ihren unterschiedlichsten Formen. Wir brauchen immer wieder Bewusstseinsbildung und Aktivitäten, die uns helfen, die Gewalt zu überwinden. Wir brauchen die Prägung unseres kirchlichen Erziehungs- und Bildungshandelns durch die Einsicht in Gottes große, uns alle umfassende Liebe."
Vom 17. - 25. Mai 2011 fand in Kingston/Jamaika die Internationale ökumenische Friedenskonvokation des Weltkirchenrates statt. Als weltweites "Erntedankfest" sollte diese bisher größte Friedensveranstaltung des Ökumenischen Rates der Kirchen die Früchte der Dekade zur Überwindung von Gewalt in den Blick rücken und den Boden für die "Aussaat" neuer Initiativen vorbereiten.
Eindrücke vom Verlauf der Friedensversammlung in Jamaika schildert der Bericht "Eine andere Welt ist möglich ".
Lesen Sie hier die von den 1000 Teilnehmenden beschlossenen Botschaft der Friedenskonvokation.
Dekade zur Überwindung von Gewalt in der Evangelischen Kirche der Pfalz:
Einen Überblick über synodale Erklärungen zur Dekade zur Überwindung von Gewalt gibt der Artikel "Synodenerklärungen Pfalz"