Energie-Check-Plus
Ökologisch handeln - ökonomisch gewinnen
Ein Pilotprojekt der Evangelischen Kirche der Pfalz in Zusammenarbeit mit derLandeszentrale für Umweltaufklärung des Landes Rheinland Pfalz (LZU)
Das Projekt „Energie-Check-Plus; ökologisch handeln - ökonomisch gewinnen„ wurde im Januar 2004 von der ev. Kirche der Pfalz in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung des Landes Rheinland-Pfalz (LZU) ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, in ca. 30 repräsentativen Kirchengemeinden Reduktionspotenziele in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall zu ermitteln und die Möglichkeiten aufzuzeigen, diese Einsparungen durch konkrete technische oder organisatorische Veränderungen in jeder durchschnittlichen Kirchengemeinde zu realisieren.
Die Aufgabenstellung für den Energie-Check-Plus sieht vor, für die Liegenschaften der Gemeinden eine detaillierte Ist-Stand-Analyse durchzuführen, um die Schwachstellen der einzelnen Gebäude in der baulichen und technischen Ausstattung, als auch im Nutzerverhalten aufzudecken. Jede Gemeinde erhält einen individuellen Maßnahmenkatalog, in dem die erkannten Defizite aufgelistet und konkrete Verbesserungsvorschläge einschließlich Wirtschaftlich-keitsbetrachtung gemacht werden.
Den kompletten Bericht zum Energie-Check können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
Tipps zur Energieeinsparung in Kirchengemeinden
1. Wärme
- Heizung regelmäßig warten (Sommerbetrieb)
- Wassertemperatur reduzieren (max. 45o C)
- Zirkulationspumpen für warmes Wasser nur bei Bedarf einschalten
(mit Zeitschaltuhr nur tatsächliche Bedarfszeiten einstellen) - Umwälzpumpen der Heizung auf niedrigste Leistungsstufe (Stufe I) stellen
(bis ca. – 2oC reicht das völlig aus!) - Nachtabsenkung so früh wie möglich einstellen und dabei Pumpe abschalten
- Heizungsrohre dämmen
- Räume nur dann heizen, wenn sie gebraucht werden
- Veranstaltungen hintereinander in einen Raum legen
- Raumtemperatur nicht mehr als 20 Grad
- Stoßlüftung (Fenster nicht kippen)
- Türen während der Heizperiode schließen
- Gottesdienst im Winter evtl. in das Gemeindehaus verlegen
- Dämmung der Gebäude (auf Amortisation achten)
2. Strom
- in oft genutzten Räumen Energiesparlampen verwenden (bis zu 80 % Einsparung)
- Stand-by-Schaltungen vermeiden
(Falls keine Möglichkeit besteht, das Gerät durch Netzschalter vollständig auszuschalten, Stecker ziehen oder schaltbare Steckerleiste verwenden) - Bei Neuanschaffung von Geräten nur Geräte mit Netzschalter kaufen und auf Energieverbrauch achten
- Warmwasserboiler nur dann einschalten, wenn Wasser gebraucht wird
- Lichter ausschalten ggf. Außenbeleuchtung, Toiletten, Kellerräume über Bewegungsmelder steuern
- Lichtquellen auf das Notwendige reduzieren
- Dauerbetrieb von Kaffeemaschinen vermeiden (Warmhaltekannen verwenden!)
3. Wasser
- Durchflussbegrenzer einbauen (Kosten ca. 1,50 €)
- Spartaste in Toilettenspülung einbauen
- Tropfende Wasserhähne vermeiden
Empfehlung:
- Verbräuche festhalten
- Regelmäßiges Ablesen der Zählerstände
- Verantwortlichkeiten festlegen
- Energieeinsparung zum Thema machen
- Solarenergie nutzen
In den Jahren 2009 und 2010 fanden Workshops zu den Themen "Kirchenheizung" und "Tauwasserproblematik" statt.
Unterlagen hierzu können als PDF-Dateien heruntergeladen werden:
Kichenheizung - Vortrag Jakob Köllisch, Heizungsfachmann, Neustadt/Weinstraße
Kirchenheizungen - Vortrag Dipl.-Ing. Bernd Ehrhardt, Bauabteilung der Prot. Landeskirche
Energieeinsparung durch Optimierung von Heizungsanlagen
Präsentation der Informationsveranstaltung vom 1. Oktober 2009 als PDF-Datei
Workshop: Energieeinsparung durch Gebäudedämmung, Handout als PDF-Datei
Workshop: Ökologisch und ökonomisch heizen, Handout als PDF-Datei
Workshop: Einsatz erneuerbarer Energien in der Kirchengemeinde, Handout als PDF-Datei
Die Evang. Kirche in Deutschland (EKD) hat zusammen mit der Forschungsstätte der Evang. Studiengemeinschaft e.V. (FEST) mehrere Klimatipps herausgegeben, die Sie sich herunterladen können:
Klimatipp Nr. 1: Schluss mit "Stand-Bye" - Jetzt
Klimatipp Nr. 2: Heizen und Lüften - aber richtig!
Klimatipp Nr. 3: Einkaufen - aber "klimafreundlich"