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Gute Beispiele:
Klimaschutz bei der Sanierung von Gebäuden

Energiesparende Beleuchtung

Engagierte der Kirchengemeinde Weisenheim am Berg haben vor der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen Energieverbraucher des Gemeindehauses und der Kirche genau unter die Lupe genommen. Die Verbrauchs- und Abrechnungsdaten wurden aufgenommen, die elektrischen Geräte aufgelistet und deren Einsparpotenzial ermittelt.

Als Ergebnis können nun durch eine Lampentausch-Aktion im Oktober 2015 jährlich 400 kWh Strom eingespart werden. Diese Maßnahme rechnet sich finanziell in weniger als drei Jahren.

Anregungen für eine Bestandsaufnahme und Maßnahmenplanung erhalten Sie in diesem Zwischenbericht über Energieeffizienzmaßnahmen der Kirchengemeinde Weisenheim am Berg mit dem Stand November 2015.

Pellets fürs Nahwärmenetz in Miesau und Gries

Auszeichnung der Energieagentur im Rahmen der Energiewoche Rheinland-Pfalz

Die Kirchengemeinde Miesau hat vor 9 Jahren ein großes Projekt in die Wirklichkeit umgesetzt: Die alten gasbetriebenen Ölbrenner in Kita und Pfarrhaus wurden durch eine zentrale solarthermisch unterstützte Pellet-Heizanlage ersetzt. Sie beheizt Pfarrhaus, Gemeindehaus und Kindergarten. Seit 2008 wird auch die ehemals elektrisch beheizte Kirche über das Nahwärmenetz versorgt. Eine Photovoltaik-Anlage in der Größe von 7,14 kWp trägt zur Refinanzierung bei. Zusätzlich wurde der Strombezug auf Naturstrom umgestellt. Die Kirchengemeinde ist jetzt CO2-frei.

In dieser [Präsentation] sehen Sie die Vorteile.

Durch die positiven Erfahrungen hat auch die Kirchengemeinde Gries ihren Ölbrenner in der Kirche ausgetauscht. Eine Pellet-betriebene Unterbankheizung ersetzt jetzt die Umluftheizung.  Alle Liegenschaften sind auf Naturstrom umgestellt, so dass nur noch der Kindergarten mit einer modernen Gasheizung einen fossilen Energieversorger betreibt. Auf dem Kindergartendach wurde im Juli 2014 eine PV-Anlage installiert, die einen Großteil des Eigenverbrauchs deckt und zusätzlich Strom  ins Netz einspeist.

 

Hartnäckig effiziente Warmwasserversorgung umgesetzt

Das Ergebnis überzeugt: Der Gasverbrauch für die Warmwasserversorgung des Gemeindehauses der Kirchengemeinde Limburgerhof ist von 5 m³ am Tag auf 0,5 m³ am Tag gesunken - bei gleichem Komfort. Das Umweltteam hat die umweltverträgliche Lösung mit einem gasbetriebenen Durchlauferhitzer gegen den Widerstand der Planer durchsetzen müssen, die zu wenig auf die spezielle kirchliche Nutzung eingegangen sind.

Auch für den Kindergarten hat das Umweltteam eine Lösung gefunden, die genau auf die Nutzung angepasst ist - und damit viel Energie spart. In vielen kirchlichen Gebäuden ist die Technik für die Warmwasserversorgung überdimensioniert. Die Beispiele aus Limburgerhof können Ihnen vielleicht eine Anregung sein. In diesem Text erfahren Sie mehr zu den Projekten von Limburgerhof.

 

Die Prot. Kirchengemeinde Ludwigshafen-Pfingstweide geht konsequent neue Wege

2009 sanierte die Gemeinde ihren Kindergarten und erhielt einen Zuschuss des Bundesumweltministeriums (BMU) aus dem Topf der Klimaschutzinitiative. Der Zuschuss ermöglichte den Einbau einer Lüftungsanlage mit sehr effektiver Wärmerückgewinnung, sehr effektiven Leuchten und einer intelligenten Lichtsteuerung.

Die Lüftungsanlage verhindert, in dem durch neue Fenster sehr dicht gewordenen Gebäude, Schimmel und vermindert die Geruchsbelastung in der Nestgruppe (2-Jährigen-Gruppe). Aber die Lüftungsanlage spart auch CO2. Heizenergie, die sonst durch die zum Lüften offenen Fenster entweicht, wird zu fast 80% zurückgewonnen und die Frischluft damit erwärmt. Im Sommer kann die Anlage natürlich auch nachts zur Kühlung des Gebäudes, mit der angenehmen Nachtluft, genutzt werden.

Die Beleuchtung wird automatisch über ein Touch-Display gesteuert. Morgens wenn die Kinder kommen sind die Lichter des  Kindergartensbereits automatisch angegangen und zur Schließzeit erlischt das Licht bis die Reinigungskräfte kommen. Durchgangswege sind mit Bewegungsmeldern  ausgestattet. Die Gruppenräume haben alle einen Lichtfühler, der die Leuchten immer auf den richtigen Wert dimmt und an sonnigen Tagen auch ganz ausschaltet.

Alles in allem spart das 60% der bisher für Beleuchtung aufgewandten Energie. Die Einsparung bei der Heizenergie ist schwer zu beziffern, wird aber um die 10 – 15% liegen.

Auch bei der anstehenden Sanierung des Gemeindezentrums hat die Kirchengemeinde wieder erfolgreich einen Antrag auf Förderung der Sanierung gestellt. So wird auch der “Große Raum“ des Gemeindezentrums mit effektiven Leuchten und intelligenter Lichtsteuerung ausgestattet und die Lüftungsanlage nach modernsten Gesichtspunkten ausgewählt.

Die alte Lüftungsanlage aus den 70igern verbrauchte zum Aufheizen der Kirche Unmengen an Energie. Die neue Anlage gewinnt 80 % der Energie zurück und kann im Umluftbetrieb die vorhandene Luft nur erwärmen. Die Steuerung erfolgt über digitale Prozessor Technik, CO2  Fühler und Zeitprogramme. In 20 Jahren können so ca. 60 Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Klimaschutzinitiative der Bundesregierung fördert, wie bei der Prot. Kirchengemeinde Pfingstweide geschehen, den Einbau von Techniken zur effektiven Stromnutzung mit 25 % der Investitionskosten.

Unter http://www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen/ finden sich weitere Informationen. Interessenten können sich auch an die Prot. Kirchengemeinde Pfingstweide wenden.  Pfarrer Frank Wolf, Tel.: 0621-661255, Frank.Wolf@nospamevkirchepfalz.de

Bilder von der Kindertagesstätte Ludwigshafen-Pfingstweide:

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