Home

Adresse

Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Tel. 06232 6715-0, info@nospamfrieden-umwelt-pfalz.de

Servicenavigation

Share, Care und Kreatur. Solidarisches Wirtschaften auf einer überlasteten Erde

Auf einem virtuellen Podium diskutieren mit Ihnen am Donnerstag, 12. November 2020, von 18.00 – 19.30 Uhr

Dr. Volker Wissing
Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz

Teresa Karayel
Vorstandsmitglied des Gemeinwohl-Unternehmens Stiftsgut Keysermühle

Bernd Winkelmann
Theologe, Mitbegründer der Akademie solidarische Ökonomie

Sabine Yacoub
Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Rheinland-Pfalz

Durch das Gespräch führt Uwe Burkert, Sendebeauftragter der kath. Kirchen in Rheinland-Pfalz für den Privatrundfunk und als Moderator bekannt aus der RPR1-Sendung „Einfach himmlisch“.

An diesem Abend möchten wir Wirtschaftsformen entdecken, welche die Würde der Kreatur und das Gemeinwohl sichern können, welche die Kooperation statt die Konkurrenz als Grundlage für das wirtschaftliche Handeln setzen. Wie können Mensch und Natur im Zentrum ökonomischen Handelns stehen, nicht Effizienz, Geld und Wachstum? Diesen Fragen nähern wir uns aus landespolitischer, theologischer, ökologischer und praxisorientierter Sicht.

Dieses Online-Forum ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum Mainzer Appell: www.bund-rlp.de/wirtschaft/mainzer-appell/, den mehr als 60 Organisationen und Verbände aus Rheinland-Pfalz unterzeichnet haben. Ihr gemeinsames Anliegen: Beherzt die soziale und ökologische Transformation angehen, um jetzt und in Zukunft ein gutes Leben auf diesem bedrohten Planeten zu ermöglichen.

Das Forum wird von kirchlichen Einrichtungen aus Rheinland-Pfalz gestaltet und ist offen für jede und jeden. Bei Anmeldung bis zum 11.11.2020 erhalten Sie einen Zugang für die Plattform Zoom.

Nähere Einzelheiten können Sie dem Flyer entnehmen.

Anmeldung bitte bei unserer Arbeitsstelle telefonisch unter 06232 67150 oder per Mail unter umwelt@nospamfrieden-umwelt-pfalz.de


Ökumenischer Tag der Schöpfung in Landau

Foto:lk/Rummel

Mit dem eindringlichen Appell, sich für eine gerechte und friedliche Zukunft, für die Bewahrung der Schöpfung und gegen den Raubbau der Natur stark zu machen, klang der Gottesdienst zur zentralen Feier am ökumenischen Tag der Schöpfung am 4. September 2020 in der Landauer Stadtpfarrkirche St. Marien aus.  

Bischof Marc Stenger aus der Diözese Troyes in Frankreich rief in seiner Predigt zum diesjährigen Motto des ökumenischen Tages der Schöpfung (w)einklang auf: „Wir müssen unseren Lebensstil und unsere Entscheidungen, die oft rücksichtslos und schädlich sind, überdenken. Zu oft verhalten wir uns als Herrscher über die Schöpfung.“ Die Folge seien die Zerstörung des Ökosystems, dessen Auswirkungen hauptsächlich die Ärmsten und die Verletzlichsten der Menschheit träfen. „Die Schöpfung ist ein kostbares Geschenk, das bewahrt werden muss. Die Menschen sind Geschöpfe nach dem Bild Gottes, im Zentrum eines Lebensnetzwerks, das aus Millionen von Arten besteht, die liebevoll geschaffen worden sind. Wir sind Teil eines Netzwerks des Lebens, das für uns Pflichten in Bezug auf die gesamte Schöpfung mitbringt“, so Bischof Stenger. Zu dem Gottesdienst hatten sich im Rahmen der Hygienemaßnamen 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. 

Der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, sagte in Landau: „Eine Wirtschaft, die nur auf Wachstum und Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, können wir als Christinnen und Christen nicht mehr guten Gewissens hinnehmen. Unsere Aufgabe – nicht nur am Tag der Schöpfung! – ist es, den wahren Wert der Dinge, der sich aus ihrem Bezug zum Schöpfer ergibt, ins Gedächtnis zu rufen. Der lebensverheißende Ruf Gottes gilt allen – auch denen, die in Not sind, die wenig im Leben haben, die gebrochen sind. Menschen, Tiere, die ganze Natur: Das alles ist uns anvertraut!“ 

Grußworte im Anschluss an den Gottesdienst sprachen Kirchenpräsident Dr. h. c. Christian Schad, der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Generalvikar Andreas Sturm vom Bistum Speyer sowie Pastor Dr. Jochen Wagner, Vorsitzender der ACK Region Südwest.  

Zum ökumenischen Tag der Schöpfung hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland gemeinsam mit der ACK Region Südwest und der ACK in Landau eingeladen. Für die Musik im Gottesdienst sorgten Mitglieder der Landauer Bläserkantorei unter Leitung von Landesposaunenwart Christian Syperek sowie der ACK-Projektchor Landau unter Leitung von Dekanatskantor Horst Christill, Bezirkskantorin Anna Linß (Orgel) und die Musikgruppe „One Team“ unter Leitung von Dr. Thomas Kaplan. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Gäste zu umweltbewussten Spaziergängen und Workshops eingeladen, ein Empfang bildet um 19 Uhr den Abschluss. 

Auszüge aus den Grußworten: 

Kirchenpräsident Dr. h. c. Christian Schad, Evangelische Kirche der Pfalz

Mit dem Appell, „jetzt an die Zeit danach zu denken und die Nachhaltigkeit unserer Einsichten aus diesen Tagen der Pandemie sicherzustellen“, wandte sich der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Dr. h. c. Christian Schad, an die Gottesdienstbesucher. Auch in der Pfalz sei die Klimakrise mit Händen zu greifen, die Monate der Dürre machten den Weinbauern schwer zu schaffen. Bei der Bekämpfung des Klimawandels helfe nur konsequentes, verantwortliches Handeln von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie von jedem Einzelnen. „Die Pandemie hat ungeheure Kräfte freigesetzt: in praktischer Hilfe, in solidarischem Handeln, in Medizin und Pflege. Nutzen wir sie auch – im Blick auf Gottes gute Schöpfung – für eine gerechte und friedliche Zukunft für alle Mitmenschen und für unsere Mitwelt!“, sagte der Kirchenpräsident. 

Generalvikar Andreas Sturm, Bistum Speyer

Generalvikar Andreas Sturm vom Bistum Speyer sagte, der Klimawandel bedrohe die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen, verletze Menschenrechte und verschärfe Ungleichheiten. Die ökologische und die soziale Frage seien unauflösbar miteinander verknüpft. Glaube und Klima müssten zusammengedacht, Spiritualität und Ökologie mehr miteinander verbunden werden. „Gefordert ist ein spiritueller und kultureller Wandel mit einer Abkehr vom materiellen Wachstums- und Wohlstandsmodell“, sagte der Generalvikar. Das kirchliche Handeln müsse an den Zielen der Nachhaltigkeit, der globalen Gerechtigkeit und des Friedens ausgerichtet werden. Er appellierte, „Ökologie konkret“ zu machen: etwa „bei der Mobilität, der gemeinsamen Nutzung kirchlicher Gebäude, dem Starkmachen einer spirituellen Schöpfungstheologie und der Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen Akteuren“, so Sturm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

StartseiteKontakt | Impressum  Copyright 2014 Ev. Mediendienst, Speyer